Wenn dein Pflaster weiß, wie müde du bist

20160509-wearable_sensors-9769-ok.jpg.2152943Ein flexibles tragbares Bauteil erfasst elektrische und biochemische Signale. Die Forscher sehen Anwendungen in Medizin und Sport. Anfragen von Olympioniken gibt es offenbar schon.

Es ist zwar noch deutlich zu dick und steif, um es sich um den Finger zu wickeln. Doch Forscher um Joseph Wang und Patrick P. Mercier vom Department of Nanoengineering der University of California, San Diego ist es mit ihrem “Chem-Phys patch” gelungen, ein zumindest pflasterartiges Bauteil zu entwickeln, das aufgeklebt mehrere wichtige Körperfunktionen in Echtzeit messen kann. Neben einem EKG kann das “Pflaster” den Laktatwert des Trägers erfassen, der eine Aussage über die körperliche Anstrengung zulässt. Die Messergebnisse erreichen nach Angabe der Forscher etwa die Qualität parallel verwendeter kommerzieller Wearable-Armbänder. Per Bluetooth erfolgt der Datenaustausch mit Smartphone oder Computer.

Die Einsatzszenarien spielen sich bisher vor allem im professionellen Bereich ab: Im Hochleistungssportl oder in der medizinischen Versorgung von Herz-Kreislauf-Patienten. Doch es ist nicht ausgeschlossen, dass demnächst Google oder Apple anklopfen werden, um sich das Patent zu sichern…

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