Datensammeln für die Gesundheit? Ja bitte!

Fast die Hälfte der Deutschen ist bereit, ihre Daten und die vieler anderer Menschen anonym von Gesundheitsinstitutionen sammeln zu lassen, um Verbesserungen bei der Entdeckung und Behandlung von Krankheiten zu erreichen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation, bei der über 8.000 Menschen in acht europäischen Ländern befragt wurden.

Europaweit sind sogar 61 Prozent der Befragten bereit, sich auf dieses Szenario einzulassen. Selbst mit der Sammlung, Speicherung und Analyse der Gesundheitsdaten in nicht anonymisierter Form sind im Schnitt noch 53 Prozent der befragten Europäer einverstanden, solange dies der eigenen Heilung oder der Heilung anderer dienlich ist.

Die große Offenheit gegenüber Big Data im Gesundheitsbereich birgt freilich auch ein Missbrauchsrisiko – wenn Gesundheitsdaten allzu unbedacht freigegeben werden und z. B. auch Versicherungsunternehmen zugänglich gemacht werden können, um das Versicherungsrisiko zu berechnen, ist der Weg zum gläsernen Patienten nicht mehr weit.

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