Nix gemacht und trotzdem Akku alle? Forschungsprojekt verspricht Abhilfe

Anhand von 2000 Android-Smartphones in 61 Ländern haben sechs Wissenschaftler von Intel und der Purdue-Universität den Energieverbrauch von Mobiltelefonen untersucht. Bei abgeschaltetem Bildschirm benötigen sie demzufolge 46 Prozent des Stroms, und fast zwei Drittel davon werden durch Hintergrundaktionen von Apps verursacht. Deren Tätigkeit sinnvoll zu beschränken, könnte also die Akkulaufzeit deutlich verlängern.

Knapp ein Drittel der Gesamtenergie geht bei Android-Smartphones kosten die Hintergrundaktionen.  Deshalb betrachteten die Forscher die “Nützlichkeit” der im Background ausgeführten Aktionen, indem sie deren Häufigkeit mit Reaktionen des Anwenders in Bezug setzen. Dahinter steht die Vermutung, dass eine Hintergrundaktivität wenig Sinn hat, wenn der Nutzer sie in der nächsten Wachphase des Geräts ignoriert. Die aus dieser Annahme heraus entwickelte App “Hush” modifiziert das Betriebssystem und überwacht sowohl den Batteriezustand als auch die Aktivität von Apps. Aus den so gewonnenen Daten erzeugt sie Regeln, die Anwendungen Hintergrundaktionen erlauben oder verbieten. Apps, die Hush nicht beeinflussen soll, lassen sich in einer Whitelist markieren. Dazu gehören etwa Dienste wie Dropbox, die Dateien im Hintergrund synchronisieren – darauf folgt in der Regel keine Aktion des Anwenders.

Klingt vielsversprechend – doch wie wirkungsvoll die Technik ist, lässt sich kaum beurteilen. Die Untersuchung hat den Einfluss von Hush lediglich auf zwei Geräten betrachtet, wo es den Stromverbrauch um 20 und 30 Prozent reduzierte.

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