Daten-Blackout im ICE? Alles wird besser. Vielleicht.

Bild: Deutsche Bahn

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Da hat man – gezwungenermaßen, bei mehrstündigen Fernfahrten im Reisezug – mal richtig Zeit, in Ruhe zur surfen oder endlich mal das teure Netflix-Abo zu nutzen, aber: Schon wenige Kilometer nach dem Abfahrtsbahnhof jagt ein Funkloch das nächste, an unterbrechungsfreies Streaming ist nicht zu denken. Ab 2016 wird alles besser, verspricht die Deutsche Bahn. Und arbeitet dafür mit drei Mobilfunkbetreibern zusammen.

Die Repeater in den ICEs sollen dafür komplett ausgetauscht werden.  Darauf hat sich die Bahn mit den Mobilfunkbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2/E-Plus) verständigt. Ab Mitte kommenden Jahres sollen die Fahrgäste deutlich besser telefonieren und im Internet surfen können. Die Repeater sollen voraussichtlich im 2. Quartal 2016 ausgetauscht werden. Außerdem soll die Leistung der Sende- und Empfangsmasten entlang der ICE-Strecken erhöht werden und die Versorgung der Tunnel verbessert werden. Neben den bisherigen ICE sollen auch die neuen Doppelstock-Intercitys, die ab Ende dieses Jahres in Betrieb gehen, hochgerüstet werden.

Hört sich ja alles super an, aber warum müssen wir noch fast ein Jahr auf diese Infrastrukturmaßnahme warten, die in anderen Ländern, z. B. in Asien, schon seit Jahren umgesetzt ist? Und wie stark sich der Ausbau in der Praxis tatsächlich auf die Nutzbarkeit von Breitbandanwendungen im Zug auswirken wird, oder inwiefern es sich um eine große PR-Maßnahme handelt, muss sich auch erst noch zeigen. Misst man die Ankündigung daran, wie schleppend der öffentliche WLAN-Ausbau selbst in Großstädten vorangeht, ist Skepsis angesagt.

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