Analyse: Für den Kassenerfolg sind Top-Stars weniger wichtig als namhafte Filmregisseure

Kinoproduktionen können eine kostspielige Angelegenheit sein. US-Forscher haben jetzt untersucht, ob sich ihr kommerzieller Erfolg voraussagen lässt – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Zwei Forscher der University of Iowa haben anhand einer selbst zusammengestellten Datenbank Faktoren identifiziert, mit denen sich die Profitabilität von Kinofilmen voraussagen lässt. Wie sich dabei zeigte, hängt der Gewinn eher von der Arbeit mit in der Vergangenheit erfolgreichen Regisseuren ab als von bekannten Schauspielern. Das berichtet Technology Review.

Für ihre Analyse stellten Michael Lash und Kang Zhao zunächst eine Datenbank über gut 14.000 Filme sowie 4000 Schauspieler und Regisseure samt Informationen über Produktionskosten, Einnahmen an der Kinokasse und Inhalte zusammen. Dann setzen sie einen Maschinenlern-Algorithmus darauf an, Muster zu finden, die eine Voraussage der Profitabilität erlauben.

Als wichtigster Erfolgsfaktor erwies sich dabei der durchschnittliche Bruttoumsatz, den der jeweilige Regisseur mit seinen früheren Filmen erreicht hatte. Überraschend dagegen: Beliebte Stars korrelieren zwar mit höheren Einnahmen, nicht aber mit höherer Profitabilität. Echte Stars ziehen also durchaus die Massen an, sind aber keine Garantie für Gewinne – vermutlich, weil es ausgesprochen teuer ist, mit ihnen zu arbeiten.

Dieser Beitrag wurde unter Film, Filmindustrie, Medienwirtschaft abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.