Bevor der Daten-Sensenmann kommt: Datenverbrauch sparen unter Android

adroid_logoDie meisten von uns leiden unter viel zu knappem Datenvolumen. Bis gute Datentarife verfügbar sind, müssen wir sparen. Daher hier ein paar Tipps, die sich bei mir bewährt haben, um mit meinem Android-Smartphone gut durch den Monat zu kommen – bevor die Datensense zuschlägt und mich regelmäßig ins ISDN-Zeitalter zurückkatapultiert.

Beschränkt den Datenverbrauch mit Android-Bordmitteln

Das geschieht in erster Linie über das Einstellungsmenü des Smartphones. Hier könnt Ihr Euren Datenverbrauch gut einsehen und managen. Stellt hier zunächst einen Verbrauchszyklus ein, der an Euren Vertrag und die monatliche Erneuerung des Volumens angepasst ist. Dann solltet Ihr mit Hilfe des orangen Horizontalbalkens eine Grenze festlegen, an der Euch das System warnt. Bei einem monatlichen Volumen von 500 MB ist beispielsweise 400 ein guter Wert, vielleicht wollt Ihr Euch aber lieber schon bei der Hälfte erinnern lassen. Schiebt den Balken einfach mit dem Finger an die gewünschte Stelle. Ihr könnt hier auch ein Limit festlegen, ab dem die mobilen Daten automatisch deaktiviert werden.
Identifiziert Apps mit viel Datenverbrauch

android_datenverbrauchslimit

So seht Ihr, welche App wie viel verbraucht und welcher Art dieser Verbrauch war.

Zusätzlich habt Ihr hier eine Auflistung über den Verbrauch der einzelnen Apps. Tippt auf eine, und Ihr seht in der folgenden Ansicht, wieviel vom jeweiligen App-Verbrauch im Vordergrund oder im Hintergrund stattfand. Es gibt Apps, die heimlich im Hintergrund Euer Datenvolumen aufsaugen, wenn alle Stricke reißen, könnt Ihr das unterbinden, indem Ihr hier die Hintergrunddaten beschränkt. Aber Vorsicht, das kann dazu führen, dass manche Apps nicht mehr in vollem Umfang funktionieren, insbesondere die Google- und System-Apps.
Spart Daten und Akku auf einmal

android_autodataEbenso knapp wie Highspeed-Volumen ist bei Smartphones die Akkulaufzeit bemessen. Daher ist es umso praktischer, dass die App AutoData an beiden Enden auf einmal sparen hilft.

AutoData kappt Eure Datenverbindung, wann immer das Handy ungenutzt ist. Root ist nicht erforderlich. Ein Beispielszenario: AutoData deaktiviert mobile Daten, wenn das Telefon 10 Minuten lang im Standby ist und stellt dann alle 15 Minuten eine einminütige Internetverbindung her, um Benachrichtigungen der Apps (zum Beispiel WhatsApp, Facebook oder Gmail) durchzulassen. All die Hintergrundprozesse, die in diesen 15 Minuten ablaufen würden und eine Datenverbindung erfordern, würden blockiert. Natürlich wird die Verbindung sofort wieder hergestellt, wenn Ihr das Telefon entsperrt, also aktiv nutzt.
Aktiviert Chromes Kompressionsfeature

android_chrome-compressionEines der vielen nützlichen Chrome-Features ist die Möglichkeit, Website-Daten komprimiert herunterzuladen. Das Feature aktiviert Ihr in den Einstellungen fast ganz unten. Bei meinem durchschnittlichen Surfverhalten spare ich damit rund ein Drittel Datenvolumen – das wären zum Beispiel 200 statt 300 Megabyte. Dieses geschenkte Volumen nimmt man gerne mit.
Macht Eure komplette Musiksammlung weltweit offline verfügbar

Habt Ihr eine große MP3-Sammlung auf dem Computer, könnt Ihr bis zu 20.000 Titel daraus kostenlos bei Google Play Music hochladen. Anschließend könnt Ihr auf dieselben Tracks unterwegs und überall vom Smartphone aus zugreifen. Neben jedem Album verbirgt sich an Download-Button (siehe oben), mit dem Ihr kopiergeschützte Versionen der Tracks für Offline-Playback herunterladet. Ziemlich praktisch, wenn Euer PC mit der Original-Musiksammlung einmal nicht griffbereit ist. Den Download solltet Ihr logischerweise in einem WLAN-Netz durchführen, sonst bringt dieser Trick für Euer Volumen keinen Vorteil.

Dieser Beitrag wurde unter Mobile, Usability abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.