“Space Top” als Zukunftsansatz für das Interface Design

In der IT ist der Begriff “Augmented Reality” schon so häufig und so euphorisch als Buzzword für die zukünftige Form der Mensch-Maschine-Interaktion verwendet worden, dass es schon fast als Unwort verschrien ist. Jetzt gibt es eine neue Methode, die Konzepte der Augmented Reality mit herkömmlichem User-Interface-Design verbindet und so erstmals einen wirklich viel versprechenden Ansatz für den Massenmarkt verspricht.

“Space Top” nennt sich die Technologie, die eine aus dem Tablet- und Mobiltelefon-Bereich bekannte Gestentechnologie auf eine 3D-Fläche anwendet, in der virtualisierte Objekte von den Händen des Users bewegt werden können. Dabei fungiert ein Monitor als Schnittstelle Maschine, und zwar nicht nur als Ausgabe., sondern auch als Eingabemedium. Der Nutzer bewegt seine Hände dabei hinter dem Monitor, was zunächst gewöhnungsbedürftig erscheint, da die Hände aber auf dem Monitor sichtbar sind – gemeinsam mit den virtuellen Gegenständen, mit denen man interagiert – ist der Vorgang wohl ausreichend intuitiv, um ihn, ähnlich wie die Windows-Technologie oder eben die Wischgesten-Methodik, schnell auch Otto Normaluser in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Zumal die Nutzungserfahrung nichts revolutionär Neues ist, da mit Elementen wie Tastatur, Dropdown-Menüführung oder Bildschirmfenstern Metaphern zum Einsatz kommen, die allgemein bekannt und gelernt sind.

Geschaffen wurde Space Top von dem koreanischen Interface-Forscher Jinha Lee, der eine Ausbildung zum Mediengestalter am Cambridge Instutute of Technologie genossen hat und inzwischen bei Samsung als Leiter des Teams für “Browsing Experience” tätig ist. In dieser Funktion wird er wohl noch für die eine oder andere Innvoation bei den Endgeräten des Smartphone-Marktführers sorgen.

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