Standardverschlüsselungen bei E-Mails: Verlorene Liebesmüh gegen die NSA?

Linus Neumann bei seiner Präsentation auf dem Jahreskongress des CCC

Linus Neumann vom Chaos Computer Club (CCC) beklagt den trotz der Snowden-Enthüllungen sehr zögerlichen Einsatz marktüblicher Verschlüsselungstechnologien bei großen deutschen E-Mail-Anbietern wie Telekom oder United Internet. Bin das nur ich oder geht dieser Ansatz – angesichts der ebenfalls durch Snowden enthüllten Überlegenheit amerikanischer Geheimdienste beim Knacken gängiger Verschlüsselungsmethoden (teils war ja sogar schon davon die Rede, IT-Sicherheitsunternehmen hätten nach Schmiergeldzahlungen in ihren Verschlüsselungsalgorithmen eigens “Hintertürchen” für die Geheimdienste offen gelassen)  - an der eigentlichen Problemstellung vorbei?

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Eine Antwort auf Standardverschlüsselungen bei E-Mails: Verlorene Liebesmüh gegen die NSA?

  1. Die ganze Sache geht schon deshalb völlig am Privacy-Problem vorbei, da es einem Nutzer herzlich egal sein kann, ob ein Geheimdienst direkt die Verbindung ablauscht oder nun die staatlich erzwungenen Schnittstellen zur Quellen-TKÜ nutzt (Stichwort TKÜV). Am Ende hilft nur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und auch nur dann, wenn man sicherstellen kann, dass nicht eines der Enden belauscht wird. De-Mail ist als halbstaatlicher Bastard natürlich auch keine Lösung; auch muss man nicht aufwendig irgendwelche Krypto-Kunststücke machen, wenn man sowieso direkt zugreifen kann.

    Meinst du wirklich, dass der BND/das BKA nicht dienstbar zur Seite steht, wenn NSA/CIA/GHCQ anfragen? Richtervorbehalt kann man bei Geheimdiensten auch knicken und wenn man Glück hat, gerät man auch als normale Behörde an so qualifizierte Kräfte wie beim LG Köln.

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