Empfehlungsmarketing – the next big hype? (2)

Nachdem ich in der letzten Woche eine einführende Definition des Begriffs “Empfehlungsmarketing” diskutiert habe, gehe ich heute etwas genauer darauf ein, in welchen Formen Empfehlungsmarketing betrieben werden kann.

Eine Ausformung des Empfehlungsmarketings, die im Internet sehr verbreitet ist, ist das sogenannte “virale Marketing”. Es handelt sich dabei um eine Botschaft, die den Empfänger so sehr reizt, sie seinen Bekannten weiterzugeben (mündlich, per E-Mail oder über soziale Netzwerke), dass sie sich, wie der Begriff schon aussagt, geradezu virusartig verbreitet. Gelingt es, eine solche explosionsartige Verbreitung gezielt zu steuern, spricht man auch von “Buzz-Marketing”.

Voraussetzung dafür, dass eine virale Marketingstrategie funktioniert, ist, dass der Gegenstand, der den “Schneeballeffekt” auslösen soll, originell genug ist. Ironisch behandelt wird dieser Effekt im Youtube-Video “Virales Marketing im Todesstern Stuttgart”, das ein Renner in der Branche ist und immer gern weitergegeben wird – mit derzeit fast 4 Millionen Views also ein gutes Beispiel dafür, wie solche viralen Effekte funktionieren.

Boris Beckers AOL-Kampagne

“Bin ich schon drin?” – Die AOL-Kampagne mit Boris Becker aus den 90er Jahren ist ein klassisches Beispiel für eine Advocating-Strategie.

Ein eher traditioneller Ansatz des Empfehlungsmarketings ist das sogenannte “Advocating”, auch “Testimonial” genannt. Dabei stellt die Aussage einer prominenten Persönlichkeit, ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung selbst zu nutzen, einen Vertrauensbeweis dar. Je nach der Nachhaltigkeit des Bekanntheitsgrades kann die Prominenz eines Testimonials auch viele Jahre nach dem Ende der Karriere, durch die man ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getreten ist, noch zur Haupteinnahmequelle solcher Persönlichkeiten werden – gute Beispiele dafür sind ehemalige Sport-Profis wie Boris Becker, Steffi Graf oder Franz Beckenbauer.

Im “strategischen Empfehlungsmarketing” geht es darum, eine optimale Multiplikatoren-Strategie zu entwickeln, indem gezielt Menschen für ein Produkt, eine Marke oder eine Dienstleistung gewonnen werden, die ein großes soziales Umfeld in unterschiedlichsten Kreisen pflegen, sich gerne umfassend über ein Produkt informieren, dieses Wissen gerne beratend weitergeben und die dadurch als Meinungsführer auftreten.

Im nächsten Teil dieser Serie folgt nun die Anwendung dieser Modelle in der Praxis anhand konkreter Beispiele aus dem Internetbereich.

Wer sich inzwischen weiter in das Thema einlesen will, dem sei dieses E-Book empfohlen:

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