click.to App – praktische Helferlein im sozialen Netz (3)

Wie sich herausstellt, wird die Reihe zu den “praktischen Helferlein im sozialen Netz” nun doch wesentlich allgemeiner als nur zu Aspekten des Social Web. Nachdem ich zuletzt die Sitzungsprotokoll-Software minutes.io vorgestellt habe, geht es auch heute wieder um ein praktisches Tool zur alltäglichen Computernutzung.

Manchmal können gute Ideen so einfach sein: Mit der Software click.to App verkürzt sich die Zahl der Klicks beim alltäglichen Multitasking drastisch. Wer z. B. einen Text auf einer Webseite gefunden hat, den man in Word bearbeiten will, muss diesen in der Windows-Standardauslieferung erst über CTRL+C in die Zwischenablage kopieren, dann über das Startmenü Word hochfahren und den Text per CTRL+V in ein neues Word-Dokument einügen. Mit click.to App ist die Bearbeitungsoption sofort nach dem Kopieren eines Objekts in die Zwischenablage nur noch einen Klick entfernt. Nach dem Betätigen von CTRL+C erscheinen kleine Icons auf dem Bildschirm, die, je nach kopiertem Objekt, eine Text- oder Bildberabetiungssoftware aufrufen; alternativ lässt sich der kopierte Text auch direkt in Outlook-E-Mails kopieren, in Google-Suchanfragen verwandeln oder per Google Translate in andere Sprachen übersetzen.

Toll ist auch die automatische Erkennung von Tabellenstrukturen: Jeder, der schon mal versucht hat, eine Tabelle aus einer Webseite sauber in ein Excel-Dokument zu überführen, weiß, was das für ein Umstand werden kann, bis Zeilen und Spalten in Excel richtig dargestellt werden – wie Abb. 1 zeigt, gelingt das mit click.to App recht problemlos sowohl bei gerahmten als auch bei ungerahmten HTML-Tabellen.

Excel-Integration in click.to App

Abb. 1: Excel-Integration in click.to App

Um den Screenhshot für die Abbildung zu erstellen, habe ich gleich noch ein weiteres praktisches Feature der Anwendung genutzt: Vermisst man eine bestimmte Option unter den standardmäßig angebotenen Möglichkeiten, kann man sehr schnell eigene Aufrufe integrieren. Mit wenigen Klicks hatte ich eine Gimp-Integration am Start, mit der ich ein in die Zwischenablage kopiertes Bild nun mit einem Klick in der freien Bildbearbeitungssoftware editieren kann. Reizvoll auch die Möglichkeit, aus kopiertem Text mit nur einem Klick PDF-Dateien zu erzeugen – der Umweg über Textverarbeitung und PDF-Export entfällt.

click.to Wikipedia

Abb. 2: click.to Wikipedia

In Abb. 2 dargestellt ist die Wikipedia-Integration: Versteht man ein Wort z. B. auf einer Webseite oder in einem Word-Dokument nicht, reicht ein Markieren/Klicken und die Wikipedia-Definition erscheint in einem dezenten Layer – in dieser Umsetzung vielleicht etwas zu klein, viele Artikel sind nach der Überschrift abgeschnitten, aber die Idee ist seit der entsprechenden Anwendung des Duden-Verlags Bibliographisches Institut (Mr. Check) bereits seit Ende der 90er Jahre als Web-Tool etabliert.

Normalerweise stehe ich reißerischen Werbesprüchen ja eher skeptisch gegenüber. So wirbt der Hersteller von click.to App mit der Behauptung, die Software werde meinen Workflow “für immer verändern” – in diesem Fall würde ich sagen, dass diese simple kleine Applikation tatsächlich so nützlich ist, dass man sich schnell daran gewöhnt und die neuen Shortcuts bei der täglichen Arbeit genau so selbstverständlich werden wie etwa die Nutzung des Windows-Explorers.

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