Die Handfläche wird zur virtuellen Fernbedienung

Letztens hatte ich ja über den Anwendung der Kinect-Gestensteuerung in Standard-PC-Programmen berichtet. Jetzt legt das Hasso-Plattner-Institut Potsdam eine Studie für eine Anwendung vor, mit der man die Gesten zur Bedienung von Geräten wie dem iPhone oder der TV-Fernbedienung nicht mehr auf einem physischen Gerät durchführen muss, sondern einfach auf der eigenen Handfläche; eine winzige Kamera, diskret in die Kleidung integriert, nimmt die Position der Finger auf und überträgt die Steuerungsdaten drahtlos an das Endgerät, das die den Gesten entsprechenden Funktionen ausführt.

Die Möglichkeiten, die sich auftun, sind attraktiv: Man müsste künftig kein Handy mehr mit sich herumtragen, sondern nur noch eine Miniaturkamera und einen Kopfhörer mit Mikrofon, über den das Smartphone, das als “Basisstation” zu hause verbleibt, akkustische Signale zu den angestoßenen Funktionen übermittelt, und über den begonnene Telefonate übertragen werden. Ein Schritt weiter in Richtung von Marshall McLuhans “Extensions of Man” – auch alltägliche Gegenstände wie eine Armbanduhr können ja schon als solche medialen Prothesen gesehen werden.

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