linksaktiv.de – Social-Web-Plattformen der Parteien (3)

Anhand von SPD, CDU und CSU hatten wir bereits gesehen, dass sich die großen Volksparteien mit eigenen Social-Web-Plattformen noch etwas schwertun oder das Potenzial zur Mobilisierung breiter Interessentenkreise überhaupt nicht nutzen, wie im Falle der Unionsparteien, die ihren Social-Web-Dienst ausschließlich Mitgliedern vorbehalten.

linksaktiv

Beispielprofil auf linksaktiv.de

Die kleineren Parteien, die  über eine weniger gut ausgebaute parteiliche Organisationsstruktur verfügen, sind wesentlich mehr auf die Möglichkeiten des Internet zur Mitgliederwerbung und  -vernetzung angewiesen. So präsentiert die Linkspartei mit linksaktiv.de einen vollwertigen Facebook-Klon für (links-)politische Belange: Von Pinwandprofilen über Freundeslisten mit Instant-Messaging-Features und Gruppen bis hin zu Fotoalben und Blogs steht den registrierten Nutzern alles zur Verfügung, was das Social Web ausmacht. Ein Reputationssystem im Sinne einer Punktevergabe für aktive Mitglieder sorgt für Mobilisierung.

Umgesetzt ist die Plattform auf LAMP-Basis (Linux, Apache, MySQL, Perl) und läuft ausschließlich auf für die Belange der Website  angepasster Open-Source-Software: Als Social Networking Engine kommt elgg zum Einsatz, das Content Management erfolgt mit Typo3 und WordPress über Standardsysteme und auch das elektronische Antragsverfahren basiert mit Adhocracy auf freier Software. Die Absage an kommerzielle Softwaresysteme ist typisch  für politische Parteien, da diese gar nicht erst den Anschein von Abhängigkeiten zur Privatwirtschaft erwecken wollen.

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