MGM-Insolvenz lässt 007 wieder schütteln

Die Manager um das finanziell ins Schlingern geratene Hollywoodstudio MGM haben nun endlich den Weg geebnet, damit die Produktion des offiziell 23. Films der James-Bond-Reihe nach Monaten der Unterbrechung wieder fortgesetzt werden kann. Wie offiziell bestätigt wurde, soll Hauptdarsteller Daniel Craig Ende 2012 wieder geschüttelt, nicht gerührt in die Kinos zurückkehren, danach soll dann wieder im gewohnten Zweijahres-Rhytmus ein neuer Film erscheinen.

MGM war im Jahr 2005 an eine Gruppe von Finanzinvestoren unter Beteiligung der Medienkonzerne Comcast und Sony verkauft worden. Mit rund 3 Milliarden Dollar war der Neueinkauf nicht gerade ein Schnäppchen, so dass dafür Kredite aufgenommen werden mussten. Die dadurch entstandenen Schulden wurden, wie in der Branche üblich, bilanztechnisch auf das akquirierte Unternehmen gebucht, so dass es seitdem finanziell in die Krise geraten ist.

Die Rechte an der lukrativen James-Bond-Franchise sind nun der größte Hoffnungsträger des kurz vor einer Restukturierung stehenden Unternehmens. Möglich wurde die Wiederaufnahme der Produktionsplanung dadurch, dass das MGM inzwischen ein Insolvenzverfahren eingeleitet hat, um sich von einem Großteil der Schulden zu befreien. Der brüllende Löwe gehört damit endgültig einem Bankenkonsortium von Kreditgebern, darunter Credit Suisse und J.P. Morgan Chase. Man darf  gespannt sein, wie die neuen Eigentümer mit dem Traditionsstudio, dem das größte Filmarchiv Hollywoods gehört mit rund 4.100 Filmen, darunter Klassiker wie Ben Hur, Some like it Hot oder Rain Man, umgehen werden. Immerhin sollen dem Vernehmen nach mit Gary Barber und Roger Birnbaum, den Gründern der Filmproduktionsfirma Spyglass Entertainment (The Sixth Sense, Bruce Almighty, Star Trek) zwei erfahrene Manager die Führung des abgespeckten Konzerns übernehmen.

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